Nicht alles, was wahr ist, muss laut sein.
Diese Seite ist aus Erfahrung entstanden. Aus dem Bedürfnis nach Klarheit jenseits von Optimierung und Selbstanspruch.
Inner Yes steht für eine Haltung: Entscheidungen aus Kontakt. Autonomie ohne Kampf. Selbstregulation als Beziehung zu sich selbst.
Was hier geschrieben wird, ist kein Versprechen - sondern eine Einladung zum Innehalten und Weitergehen in eigener Verantwortung.
Das innere Ja.
Es gibt ein Ja, das nicht laut ist. Es meldet sich nicht als Gedanke und braucht keine Begründung.
Dieses Ja entsteht nicht im Kopf. Es zeigt sich im Körper - als Weite, als Nachlassen von Spannung, als Moment, in dem nichts gedrängt werden muss.
Viele Entscheidung in unseren hektischen Leben entstehen nicht aus diesem Ort. Sie entstehen aus Eile, aus Anpassung oder aus dem Versuch, Unsicherheit zu vermeiden. Das innere Ja bleibt dabei oft ungehört.
Das innere Ja ist nicht immer klar. Meist haben wir verlernt oder nie gelernt, es wahrzunehmen. Manchmal ist es kaum mehr als ein leises Nicht-Nein. Auch das gehört dazu.
Dieses Ja ist kein Ziel. Es ist keine Motivation und keine Technik zur Selbstoptimierung. Es lässt sich nicht herstellen und nicht erzwingen.
Das innere Ja entsteht dort, wo Beziehung möglich wird. Beziehung zum eigenen Erleben, zum eigenen Rhythmus, zu dem, was gerade da ist.
Selbstregulation beginnt nicht mit Kontrolle. Sie beginnt mit Wahrnehmung. Mit der Bereitschaft, dem eigenen Körper zuzuhören, auch wenn er keine klaren Antworten gibt.
Im Alltag zeigt sich das innere Ja oft unspektakulär. In kleinen Entscheidungen. In dem Moment, in dem etwas stimmig bleibt, statt richtig zu wirken.
Dieses Ja braucht Zeit. Manchmal auch Wiederholung. Und die Erlaubnis, nicht sofort zu handeln. Vielleicht ist dieses innere Ja heute kaum hörbar. Vielleicht ist es nur eine Ahnung. Das reicht.
Wenn Entscheidungen aus dem Körper kommen.
Ich habe lange geglaubt, dass gute Entscheidungen vor allem klar sein müssen. Duchdacht. Begründbar.
Erst später habe ich bemerkt, dass Klarheit oft erst entsteht, wenn der Körper bereits entschieden hat.
Entscheidungen aus dem Körper fühlen sich anders an als solche aus dem Kopf. Sie sind weniger eindeutig, dafür stabiler. Nicht, weil sie sicher sind, sondern weil sie getragen werden.
Im Alltag zeigen sich diese Entscheidungen meist nicht spektakulär. Es ist das Zögern vor einem Ja, das sich nicht stimmig anfühlt. Oder das Bleiben bei einem Nein, auch wenn es erklärungsbedürftig wird.
Für mich hat Selbstregulation hier ihren Anfang genommen. Nicht als Technik, sondern als Aufmerksamkeit für das, was sich im Körper ordnet oder zusammenzieht.
Entscheidungen aus dem Körper sind nicht immer bequem. Sie machen nicht schneller und selten effizienter. Aber sie vermeiden den inneren Widerstand, der entsteht, wenn etwas zu früh oder gegen sich selbst entschieden wird.
Manchmal bleibt unklar, was der nächste Schritt ist. Auch das ist Teil dieser Form von Autonomie. Nicht alles sofort zu wissen und trotzdem in Kontakt zu bleiben.
Entscheidungen aus dem Körper entstehen nicht einmal und dann für immer. Sie entstehen immer wieder neu. Im Kleinen. Im Alltäglichen.
Leise.
Und oft erst im Nachhinein verständlich.
Nicht jede Klarheit zeigt sich als Entscheidung. Manchmal ist sie nur das Ausbleiben von innerem Widerstand. Ein Moment, in dem nichts überzeugt werden muss und der nächste Schritt sich nicht erklären will.
The Inner Yes
Autonomie, die nicht kämpfen muss.
Autonomie wird oft mit Durchsetzung verwechselt. Mit Stärke. Mit Unabhängigkeit. Dabei zeigt sich eine andere Form von Autonomie dort, wo nichts mehr verteidigt werden muss.
Wo Autonomie kämpfen muss, ist meist schon etwas aus dem Kontakt geraten. Nicht, weil jemand etwas falsch macht, sondern weil der innere Halt fehlt, aus dem heraus Entscheidungen getragen werden könnten. Selbstregulation stellt diesen Halt wieder her. Nicht aus Kontrolle, sondern als Beziehung zum eigenen Erleben. Autonomie entsteht dann nicht gegen etwas, sondern aus etwas heraus.
Im Alltag zeigt sich diese Form von Autonomie in kleinen, unsichtbaren Momenten. In der Fähigkeit, bei sich zu bleiben, auch wenn Erwartungen laut werden. Und in der Freiheit, nichts beweisen zu müssen.
Diese Autonomie ist nicht passiv. Sie ist entschieden, ohne hart zu werden. Klar, ohne sich zu verhärten. Quiet autonomy beschreibt diese Haltung. Eine Selbstbestimmung, die aus innerer Ordnung entsteht und deshalb nicht kämpfen muss.
Autonomie, die nicht kämpfen muss, fällt nicht auf.
Sie ist still.
Und oft erst im Nachhinein spürbar.
The Inner Yes
Der Körper entscheidet selten in Worten. Er antwortet in Weite oder Enge, in Ruhe oder Widerstand. Selbstregulation beginnt dort, wo diese Antworten gehört werden dürfen.
Wachstum ist kein Ziel, sondern eine Nebenwirkung von Wahrhaftigkeit
Lass uns Langsamkeit erlauben, weil Tiefe Zeit braucht. Was hier entsteht, darf leise sein und dennoch wirksam. Dieser Raum dient der Erinnerung an innere Führung, an Würde und an Selbstregulation.
The Inner Yes - Manifest

